Dachs (Meles meles)

Erscheinungsbild

Markante schwarz-weiße Färbung am Kopf. Plumper Körper, kurze, schwarze Beine. Fell: Rücken schmutzigbraun bis silbergrau, Bauch hell. Gewicht: bis zu 25 kg. Eine äußerliche, optische Geschlechtsbestimmung zwischen Bär und Dächsin ist nicht möglich

 

Nahrung

Allesfresser, gelegentlich auch Bodengelege oder Junghasen, Wurzeln und Früchte sowie Fallobst, Mais oder Hafer. Kleintiere wie Insekten, Mäuse, Würmer und Schnecken werden mit trichterförmiger Nase aus dem Boden gegraben. Der Dachs jagt nicht, sondern sammelt alles auf, was auf dem Waldboden liegt und genießbar ist. Bis zum Herbst hat er sich eine Winterreserve angefressen, da er eine Winterruhe hält. Während dieser Zeit verläßt er hin und wieder den Bau, um sein Dachsklosett, eine kleine Grube abseits des Baus, zu benutzen.

Lebensraum

Laub- und Mischwälder des Flachlandes und der Mittelgebirge. Der Dachs gilt als standorttreues Tier. In Gegenden mit Weinanbau wandert er jedoch zur Beerenreife oftmals mehrere Kilometer. Dachsburg: weit verzweigtes Bausystem bis zu 30 m Durchmesser meist an Waldrändern mit umliegenden Feldern und Wiesen. Als Untermieter wird oft der Fuchs aufgenommen.

Sinnesleistung und Lautäußerung

Ausgesprochenes Nachttier, das sich auf seine gute Nase verläßt. Gehör und Sehvermögen sind mäßig ausgebildet. Verständigung: Der Dachs brummt, sobald er sich bedroht fühlt. Der Ruf während der Paarungszeit, der Ranz, ähnelt einem menschlichen Schrei.