Die Jagd

Was ist Jagd?


Heinrich von Gagern gibt folgende Antwort:

Jagd ist Schauen, Jagd ist Sinnen,
Jagd ist Ausruhen, Jagd ist Erwartung
Jagd ist Dankbarsein,
Jagd ist Advent, Jagd ist Vorabend,
Jagd ist Bereitung und Hoffnung.

 

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Was ist Jagd und was machen Jäger?

Die Jagd

Auch das Jagdrecht verpflichtet die Jäger zur Erhaltung eines artenreichen und gesunden Wildbestandes durch nachhaltige Sicherung und Pflege der Lebensgrundlagen des Wildes. Diese Pflicht zur Hege erstreckt sich auch auf solche Wildarten, die zwar dem Jagdgesetz unterliegen, aber durch dessen Schonzeitregelung dauerhaft nicht bejagt werden. Der Zusammenschluss von Jägern in regionale Hegegemeinschaften fördert die Hegeziele durch revierübergreifende Planung und Abstimmung der Hegemaßnahmen.


Jagd in Schwelm

Die Jagd in und um Schwelm hat sich im Laufe der Zeit stark verändert. Konnten früher noch ausgiebig und oft z. B. auf Hasen, Kaninchen und Fasan gejagt werden, so ist dies heute in dieser Form und Ausprägung nicht mehr möglich. Der Lebensraum dieser Wildarten ist durch die Ausbreitung der Stadt und die Erschließung neuer, benötigter Industriegebiete immer weiter zurückgegangen. Auch hat die Modernisierung und Mechanisierung der Landwirtschaft, sowie durch neue Wildkrankheiten zum Rückgang dieser Arten geführt.

Der Reviergang dient der Wildbeobachtung und der Erkundung von Besonderheiten im Revier. Zur Vorbereitung von Revierarbeiten und zur genauen Planung einer Jagd muß sich der Jäger gut im Revier auskennen.

Ansitzjagd

Foto: Hochsitz

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Der Ansitz ist die am häufigsten durchgeführte Jagdart. Vom Hoch- oder Erdsitz aus wird der Jäger vom Wild nicht wahrgenommen, vorausgesetzt er verhält sich ruhig und der Wind steht günstig. Er kann von hier aus ein entsprechend großes Umfeld ruhig einsehen und das ziehende Wild gut beobachten ohne zu stören, was bei der Bejagung des immer heimlicher werdenden Wildes von Bedeutung ist. Außerdem ist vom Hochsitz aus eine sicherere Schußabgabe möglich, da die Kugel von oben, Richtung Erde fliegt (Kugelfang). In der Regel sollte der Jäger etwa ein bis zwei Stunden vor Eintreffen des Wildes auf dem Ansitz sein.

Ausrüstung: Gewehr und Fernglas. Für lange Übernachtansitze Verpflegung und warme Bekleidung. Wer auf dem Ansitz friert, kann nicht mehr ruhig sitzen und auch keinen sauberen Schuß abgeben.

 

Die Pirsch

Pirschen bedeutet: sich langsam und lautlos auf das Wild zuzubewegen. Dazu sind Pirschwege notwendig, die regelmäßig gefegt, d.h. von Laub und Ästen befreit werden. Der Erfolg der Pirsch ist entscheidend von der Windrichtung abhängig. Nackenwind macht eine Pirsch absolut zunichte, ebenso wie zum Beispiel laute Geräusche im trockenen Laub. Im Sommer frühmorgens ist die beste Pirschzeit, weil der taunasse Boden dann die vom Jäger verursachten störenden Geräusche weitgehend verschluckt. Im Winter pirscht der Jäger gerne zur Mittagszeit, wenn das Wild auf den sonnenseitigen Hängen oder lichten Waldpartien die Sonnenstrahlen zum Aufwärmen des Körpers nutzt.
Die Bekleidung des Jägers sollte möglichst tarnfarbig und geräuscharm sein, damit er vom Wild nicht bemerkt wird.

Zur Pirschausrüstung gehören Gewehr, Fernglas, Rucksack und Pirschstock.

Brauchtum

Das jagdliche Brauchtum hat selbst in unserer überwiegend von nüchternem, zweckorientiertem Denken bestimmten Zeit seine praktische Bedeutung für den Jagdbetrieb. Darüber hinaus bewahrt es die ethischen und ästhetischen Grundwerte der Jagd.